Avaritia - der Geiz

Geiz (Habgier, Habsucht)
Mit Geiz (von mittelhochdeutsch gīt[e]: ‚Gier', ‚Habgier') bezeichnet man zwanghafte oder übertriebene Sparsamkeit, damit verbunden auch den Unwillen, Güter zu teilen. Im (katholischen) Christentum gehört die Avaritia, der Geiz, die Habsucht, als zweite zu den sieben Hauptlastern oder -sünden, die als die Wurzeln von Todsünden betrachtet werden.
Einige literarische Figuren werden hauptsächlich durch ihren Geiz charakterisiert, so ist dies beispielsweise bei der Comic-Figur Dagobert Duck, bei Molières "Der Geizige" oder bei Ebenezer Scrooge der Fall.
Geiz ist nun etwas, das bei mir kaum bis gar nicht vorhanden ist. Im Gegenteil, ich gebe gern und gebe auch gern aus. Die einzigen Gelegenheiten, bei denen ich richtig geizig werden kann, sind die, bei denen ich den Verdacht habe, mich will jemand ueber den Tisch ziehen. Da kann ich unheimlich geizig sein. Und definitiv auch dann, wenn jemand meine Grosszuegigkeit mit Dussligkeit verwechselt.
Vermoegen anhaeufen ist bei mir nicht drin. Dazu gebe ich wohl zu gerne aus. Und die Absicht, die reichste Frau auf dem Friedhof zu werden, habe ich auch nicht.
Geld ist dazu da, dass man sich oder auch anderen Vergnuegen bereiten kann damit. Die Betrachtung eines Depotauszuges macht mich nicht gluecklich. Sie ist allenfalls eine Beruhigung, wenn ich sehe, dass es fuer akute Notfaelle reicht. Und das reicht in der Tat. Der Rest geht raus.
Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.
Demokrit
griech. Philosoph
Geizige schenken auch nicht gerne. Jedenfalls selten ohne Hintergedanken, ohne den Gedanken der "Rueckverguetung" in irgendeiner Form. Ich schenke sehr gerne, einfach so, und habe bereits bei der Geschenkidee den ersten Spass. Ok, das ueberraschte/erfreute Gesicht des Beschenkten ist ja auch eine Art Rueckverguetung :-)
Jekylla - 21.01.2008
