Let's dance - again

Ich schau das in erster Linie wegen Hape Kerkeling, ganz klar. Aber trotzdem, irgendwie hat die Sendung was.
Da werden innerhalb weniger Wochen aus mittelmaessig talentierten oder gaenzlich untrainierten Nicht- oder Wenigtaenzern echte Cracks, wenn man das mal als Laie so beurteilt.
Ueberrascht hat mich - wie viele andere auch- dass nicht alles, was aus Brasilien kommt, unbedingt den Rythmo de la Noche im Blut hat, wie man an Giovane Elber sieht, der doch immer wieder Probleme hat, den Takt zu halten und auch erschreckend steif in der Huefte ist.
Genauso ueberraschend, wie Katja Ebstein im zarten Alter von 62 Jahren unglaubliche Beine hat, aufgehaengt an einer ausgesprochen knackigen Figur fuer ihr Alter, und es taenzerisch immerhin wieder in die naechste Runde geschafft hat.
Gegoennt habe ich den Ausstieg diesem sehr lauten Ben-Typ, fuer den das ja ohnehin (nach der letzten schlechten Bewertung) alles Kindergarten war. Ich vermute, die daheim abstimmenden Zuschauer dieses Kindergartens fanden das nicht so prickelnd.
Meine Tanzfavoriten sind auf Profi-Seite eindeutig Isabel Edvardsson und natuerlich Christian Polanc. Die Faehigkeit zu tanzen, erhoeht bei ihm die Attraktivitaet, die ohnehin schon vorhanden ist, noch deutlich.
Ueberhaupt, das Tanzen: ein optisch auesserst disharmonisch wirkender Kollege avanciert bei jedem Betriebsfest zum gefeierten Hahn im Korb. Warum? Weil er tanzen kann! Nichttanzende Maenner unterschaetzen komplett die Moeglichkeiten, die sie haetten, wenn sie ueber das rhythmische Thekenwippen mal hinauskaemen.
Da lob ich mir die Texaner, die koennen es so ziemlich alle, ungeachtet des "rough guy" images, das den Cowboys so anhaftet.
Ich hatte seinerzeit in der Tanzschule das Moerderglueck, schon im A-Kurs einen sensationellen Partner zu erwischen, mit es dann tatsaechlich bis zu Medaillenehren reichte. Taenzerisch.
Vorliebe? Lateinamerikanisch, was sonst?
Jekylla - 18.06.2007
