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Pride

jekylla_stolz

An Stolz kann ich zunächst mal nichts Sündiges finden.

Stolz [von lat. stultitia = Torheit] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst - sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten/verehrten "Ganzen".

Per definitionem wikipedia

entspringt er der (subjektiven) Gewissheit, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben oder daran mitzuwirken. Dabei kann der Maßstab, aus dem sich diese Gewissheit ableitet, sowohl innerhalb eines eigenen differenzierten Wertehorizonts herausgebildet als auch gesellschaftlich tradiert sein. Im ersten Fall fühlt man sich selbst bestätigt und in seiner Weltanschauung bestärkt (Ich bin stolz auf mich), im anderen Fall sonnt man sich in der gesellschaftlichen Anerkennung (Ich bin stolz, etwas für meine Stadt geleistet zu haben).

Ich habe keinerlei Aversion gegen Anerkennung, die darf auch gern in Form einer Gehaltserhöhung, eines Schmuckstücks, einer Villa am Strand oder stehenden Ovationen sein, und ein paar Sonnenstrahlen waren schon immer nett fürs Gemüt.

Ich bin nicht stolz, eine Deutsche zu sein und steh nicht auf, weil ich Schalker bin -was ich Gottseidank leider ja auch nicht bin. Allerdings in diesem Fall froh, kein HSVler zu sein. Wie auch immer. In Verbindung mit "Pride and Prejudice" hats auch was Negatives, aber wie immer liegt alles an der Perspektive.

Aber da der Wortursprung eindeutig negativ behaftet ist, ist und bleibt es die zweite Sünde. Das Gegenteil dazu wäre Demut oder Bescheidenheit. Ich sag ja immer -und auch gerne wieder- dass Bescheidenheit entstellt. Was ist das Problem damit, auf erbrachte Leistungen stolz zu sein? Ich seh keins.

Früher war ich mal zu stolz, Fehler zuzugeben. Eingestehen mir selbst gegenüber ja, aber das anderen gegenüber zuzugeben, fiel mir schwer. Heute nicht mehr. Wenn ich es erkenne, geb ichs auch zu. Wenn....

Und das letzte wäre dann die Eitelkeit, die es auch sein kann. Und auch da gestehe ich: schuldig. Zumindest eitel genug, um die Spiegel nicht zu verhängen und ab und zu sogar eine gewisse Zufriedenheit bei der Selbstbetrachtung zu verspüren. Ab und zu. Heute jetzt nicht. Aber es ist Montag und es war sehr früh...
larousse - 29.01.2007

Wir haben die gleichen Spiegel, eindeutig.

*STOLZiert umher*

Stanley Beamish - 29.01.2007

"wenn"

sollte aus dem Sprachschatz gestrichen werden.
jafa (Gast) - 29.01.2007

ja. wenn...

...meine oma räder hätte, wäre sie ne s-bahn.

aber ernsthaft:
stolz auf eigene leistungen ist was sehr positives. auf eine person, die was geleistet hat, kann man auch stolz sein.
was ich aber absolut nicht abkann ist, wenn man auf was stolz ist, wofür man gar nix kann.
"ich bin stolz deutscher/schweizer zu sein." zum beispiel. denen wünsch ich dann, dass sie in somalia oder so reinkarniert werden...
Jekylla - 29.01.2007

Spieglein, Spieglein an der Wand

gibs zu, heut morgen haettst mich fast nicht erkannt ... *schuettelreim*
larousse - 29.01.2007

Der Schüttelreim,
der Schüttelreim
der reimt sich nicht,
der reimt sich nicht.

Soviel zum Thema Offtopic (o;

PS OK, ich geb's zu....
Jekylla - 29.01.2007

Du, Frau Larousse,

seit ich das Foto gesehen hab, glaub ich Dir eh keine Spiegelklagen mehr :-)
larousse - 29.01.2007

DIESE
PHOTOS
SIND
STEIN-
ALT
!




*großgeschrieben!*
(o;
Jekylla - 29.01.2007

Dann wird es Zeit

fuer ein Stoeckchen "aktuell" *hehe
larousse - 29.01.2007

Kann ich jetzt grad nich gut lesen... das Alter, wissen Sie - da lassen die Augen nach...
neolog - 29.01.2007

Stolz ist wirklich schwierig, gerade wenn es um Patriotismus geht, aber eigentlich, dank seiner Zweischneidigkeit, auch in anderen Bereichen. Ich bevorzuge ja eigentlich Freude, die hat nicht diesen Beigeschmack von Hochmut.

Jekylla - 29.01.2007

Den hochmuetigen Beigeschmack

hat es aber nur, weil es so negativ besetzt ist. Was ja nicht sein muss. Wie der Herr Jafa sagte, man kann durchaus stolz im positiven Sinne sein. Ich wuerde fuer das negative das Adjektiv falsch noch zum Stolz packen. Ob es heilsam waere wenn, Hochmut NACH dem Fall kaeme?? Hmmm...
Stanley Beamish - 29.01.2007

Die Deutschen

haben den Hang, sich selber zu bedauern. In anderen Ländern geht man mit Stolz anders um - freier, ohne Hintergedanken. Das heißt nicht, daß ich mit HURRA durch die Gegend laufe, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken.

Worauf bin ich eigentlich stolz?
Auf meine Kinder auf jeden Fall.
Und ein bißchen auf meine Arbeiten.
Und darauf, daß die Deutschland es geschafft hat, sich zusammenzufinden. Ohne wenn und aber.
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